Wie Glaubenssätze Deine Realität erschaffen

Wenn Du Deine Glaubenssätze und Überzeugungen verändern möchtest, darfst Du Dir bewusst darüber werden, dass es einzig und allein Deine Entscheidung ist, ob Du die Macht über Deine Gedanken übernimmst oder an andere abgibst. Die meisten Menschen werden von der Gesellschaft mehr oder weniger vollständig kontrolliert. Sie sind Sklaven der gesellschaftlichen Konditionierung. Das mag hart klingen, ist aber so. Seit unserer Kindheit sind wir Normen & Regeln ausgesetzt. Ein halbes Leben lebt man gefangen in einer Box, wie ein Häftling der nicht entkommen kann. Manchen wird es mit der Zeit bewusst und sie verändern es. Du auch?

Die häufigsten negativen Glaubenssätze

Ich bin nicht gut genug.

Ich bin nicht liebenswert.

Ich habe kein Glück verdient.

Erst mit dem richtigen Partner werde ich glücklich sein.

Man braucht viel Glück um reich zu werden.

Nur als 90-60-90 bin ich hübsch & attraktiv.

Meine Träume & Ziele sind unerreichbar.

Ich bin schon zu alt, um mich noch zu verändern.

Ich werde es eh nicht schaffen.

Ich schaffe es sowieso nicht abzunehmen.

Schließ mal Deine Augen und stell Dir eine Box vor. Eine Box in der Du stehst, also Dein heutiges Ich. Jedes Mal wenn Du versuchst, aus dieser Box auszubrechen, indem Du bestimmte Glaubenssätze infrage stellst oder irgendetwas Neues ausprobierst, stößt Du an die Wand dieser Box. Es ist die Mauer, die die Gesellschaft, die Politik und die Religion verursacht haben…

Doch genau außerhalb dieser Box, ist alles was Du Dir wünschst. Deine Träume, Deine Ziele, der Erfolg, Deine Weiterentwicklung, Deine Lebensfreude & Leichtigkeit und vor allem Dein Zukunfts-Ich – die Version von Dir, die Du in Wahrheit sein möchtest.

Viele Menschen kämpfen ihr ganzes Leben damit, diese Box zu überwinden, um an ihre Träume zu kommen. Und meistens scheitern sie. Ganz einfach: Weil sie die falschen Glaubenssätze und Überzeugungen haben.

Durchbrichst Du die Matrix?

Stell Dir nun einmal vor, Du stehst vor einer extrem wichtigen Entscheidung, die Dein ganzes Leben beeinflusst. Du musst Dich entscheiden: Nimmst Du die blaue oder die rote Pille. Wenn Du die blaue Pille nimmst, dann bleibst Du genau dort, wo Du zurzeit im Leben stehst. Du lebst genau so weiter, wie Du es die letzten 5 bis 10 Jahre getan hast. Du bleibst in der Box, in Deiner Komfortzone, in der „sicheren“ Zone. Du glaubst weiterhin an das, was Du schon immer geglaubt hast. Alles bleibt so, wie es ist. Und wenn Du Dich für die blaue Pille entscheiden solltest, dann möchte ich Deine Zeit auch gar nicht weiter beanspruchen, denn all das, was ich ab jetzt schreibe, ist dann total uninteressant für Dich. Dein ganzes Leben wirst Du versuchen Deine Träume zu erreichen, doch Du wirst vermutlich nur dabei zusehen, wie einige Wenige das Leben Deiner Träume leben.

ODER Du nimmst die rote Pille. Wenn Du die rote Pille nimmst, bedarf es Deine eiserne Willensstärke und Deine Geduld, denn hier darfst Du bereit sein für Dich einzustehen und für Deine Träume & Ziele zu kämpfen. Für Dich. Für Deine Wünsche. Für Deine Zukunft. Doch am Ende wirst Du belohnt und das manchmal mehr als wir uns überhaupt vorstellen können.

Es ist Deine Entscheidung, was Du aus Deinem Leben machen möchtest. Ich möchte Dir heute zeigen, warum Du heute dort stehst, wo Du stehst. Warum manche Menschen erfolgreich sind und andere nicht… Warum manche Menschen glücklich sind und andere nicht… Was den Unterschied zwischen selbstbewussten und unsicheren Menschen macht. Du wirst erstaunt sein, mit welcher Leichtigkeit man sein Leben verändern kann, wenn man nur seine Gedanken und Glaubenssätze verändert. Vor ein einigen Jahren haben mir diese Erkenntnisse die Augen geöffnet.

Wusstest Du eigentlich, dass jeder Mensch im Jahr ungefähr 7 Spinnen im Schlaf isst? Interessant und ekelig zugleich oder? Aber absoluter Blödsinn! Ein ganz klarer Mythos. Das war nämlich ein Experiment einer Psychologin, die genau über diese Thematik eine Studie geschrieben hat. Sie wollte beobachten, wie schnell sich eine Annahme verbreitet. Darüber habe ich vor einiger Zeit ein Interview gesehen und auch die Reaktion der Psychologin war amüsant, denn auch sie hat niemals damit gerechnet, dass sich diese Annahme tatsächlich wie ein Lauffeuer verbreitet.

Was wir für wahr halten, also unsere Überzeugungen, müssen keinesfalls richtig sein. Egal was Du also über Dich denkst, es ist nur Deine Realität. Bei der Überzeugung mit der Spinne ist es im Endeffekt egal. Es wird keinen besonders großen Einfluss auf Dein Leben haben. Was ist aber mit Glaubenssätzen und Überzeugungen, die wirklich Dein Leben betreffen? Glaubenssätze, die entscheiden, ob Du glücklich, erfolgreich und gesund lebst? Oder Glaubenssätze, die Dich blockieren, Dein Leben so zu gestalten, wie Du es willst.

Was sind Glaubenssätze & Überzeugungen?

Ein Glaubenssatz ist eine Erkenntnis einer bestimmten Situation bzw. über einen gewissen Sachverhalt. Glaubenssätze können unser Leben beflügeln oder behindern, um bestimmte Ressourcen anzuzapfen, die uns dabei helfen oder entsprechend behindern, die Resultate, die wir uns wünschen, zu erreichen oder eben nicht.

Ein Beispiel: „Ich bin dumm.“ Diese Überzeugung stellt uns als dumm dar, obwohl wir das eigentlich nicht sind. Wie ich gesagt habe, es spiegelt nur unsere Realität wider. Wir können nicht dumm sein, wir verallgemeinern das bloß auf unser ganzes Leben. Selbstverständlich reicht dieser Satz alleine nicht aus. Also zum Beispiel „Ich bin dumm.“ Oder: „Ich bin intelligent.“ Dieser reicht alleine nicht aus, um damit einen großen Einfluss auf unser Leben zu haben. Die Überzeugung hinter einem Glaubenssatz ist entscheidend!

Die Überzeugung holen wir uns aus eigenen Erfahrungen, die wir gemacht haben. Was unsere Eltern sagen, was die Gesellschaft sagt usw. Stell Dir Glaubenssätze wie eine Brücke vor.

Jeder Glaubenssatz beruht auf einem festen Fundament (den Pfeilern). Die Pfeiler geben einem die Gewissheit und Erkenntnis, die diesen Glaubenssatz unterstützen. Das sind meistens Erfahrungen und Erlebnisse aus unserer Vergangenheit, besonders die die wir in unserer Kindheit gemacht haben. Diese Erfahrungen sind in unserem Gehirn gespeichert und dienen sozusagen als Referenzerlebnis für unsere Überzeugungen. Denn diese Referenzpunkte veranlassen uns etwas zu glauben, völlig egal, ob es der Realität entspricht oder nicht. Du kannst Deine Glaubenssätze verändern, indem Du die alten Pfeiler ausreißt und sie durch Neue und Bessere ersetzt.

Du darfst verstehen, dass nur Du selbst Deine Realität formst - die Realität liegt immer im Auge des Betrachters. Du hast vielleicht schon beobachten können, dass zwei Menschen der gleichen Situation eine ganz andere Bedeutung geben können. Der eine fand es sehr lustig, der andere reagierte eher verängstigt.

Beispiel: „Ich habe seit 4 Jahren keine Freundin.“ ist eine Tatsache. „Ich bin hässlich. Wer soll mich schon attraktiv finden?“ ist ein Glaubenssatz. Du musst also anfangen, Deine Glaubenssätze von Tatsachen zu unterscheiden. Konzentriere Dich nicht auf die Tatsachen, denn wenn Du Deine Glaubenssätze veränderst, veränderst Du automatisch die Tatsachen und somit auch die Resultate in Deinem Leben.

Wir sehen die Welt nicht wie sie ist, sondern wie wir sind.

Die Quintessenz von Glaubenssätzen

Das Interessante an Glaubenssätzen ist, dass Du IMMER eine Bestätigung finden wirst. Du wirst Dich, egal an was Du glaubst, immer bestätigt fühlen. Du wirst mit all diesen Glaubenssätzen recht haben. Wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Positive sind ein Segen und helfen einem. Negative tun genau das Gegenteil - sie sabotieren Dein Leben.

Der Fokus entscheidet darüber, worauf die komplette geistige Kraft gerichtet wird. Wenn Deine Gedanken ständig sind, wie schlecht und negativ die Welt sei, dann wirst Du auch nur die schlechten und negativen Dinge auf dieser Welt sehen. Wenn Du meinst, die Welt sei ein gefährlicher Ort, dann wirst Du eine Welt voller Gefahren wahrnehmen. So einfach ist das. Deine Gedanken bestimmen die Filter, wie Du die Welt siehst.

Wenn Du nur das Negative siehst, werden die positiven Dinge ausgefiltert und die negativen Dinge gelangen in Dein Bewusstsein. „Ich verliebe mich nur in Arschlöcher“… suggeriert dem Unterbewusstsein schon in Zukunft, sich weiterhin nur in Arschlöcher zu verlieben. „Ich habe doch keine Chance bei Männern.“… Wen verwundert es, dass dieser Mensch nie einen Freund findet? Der Fokus ist unvorteilhaft ausgerichtet.

Wie Glaubenssätze entstehen

Besonders von unseren Eltern und Bezugspersonen übernehmen wir viele Glaubenssätze und Überzeugungen. Sowohl die positiven als auch die negativen.

Wenn man z.B. schlechte Noten in der Schule bekam und von seinen Eltern gesagt wurde, was für ein Nichtsnutz man doch sei. Der Lehrer, der einen fertigmachte, weil er keine Geduld mit uns hatte. Der Trainer, der uns immer anschrie, weil wir das Tor nicht getroffen haben.

Wie oft wurde uns halt Kind gesagt: „Du kannst das nicht.“?

Eltern handeln in der Regel nach bestem Wissen und Gewissen. Ich möchte, dass Du heute verstehen lernst, warum Du so denkst, wie Du heute denkst. Diese negativen Einflüsse aus der Kindheit verfestigen sich irgendwann in Form von Überzeugungen, sodass man wirklich glaubt, man kann etwas nicht.

Kinder bis etwa 7-8 Jahren nehmen die Glaubenssätze einfach an und können sich nicht dagegen wehren. Wenn wir uns konstant mit einem bestimmten Glaubenssatz beschäftigen, dann wird er irgendwann zur Wahrheit. Egal ob es ein positiver und negativer Gedanke ist. Ob Du willst oder nicht, Du hast die Glaubenssätze aufgenommen und sie sind als Überzeugung in das Unterbewusstsein durchgesickert. Was Du aber heute besser machen kannst: Lass Dir nicht mehr von anderen einreden, dass Du etwas nicht kannst.

Nur Du selbst erschaffst Deine Realität. Es ist Deine Entscheidung, ob Du daran glaubst, dass Du etwas kannst oder nicht, in beiden Fällen wirst Du Dich bestätigt fühlen und Deine eigene Realität erschaffen. Dein Verhalten, Dein Handeln, Dein ganzes Leben bestimmen Deine Glaubenssätze und Überzeugungen.

Egal in welchem Lebensbereich, ob Beziehung, Karriere oder Gesundheit, unsere Glaubenssätze beeinflussen unser ganzes Leben. Die richtigen Glaubenssätze unterscheiden zwischen selbstbewussten und unsicheren Menschen, gesunden und kranken Menschen.

Wenn Du Dich beginnst Deine eigenen Glaubenssätze zu verändern, wirst Du sehen, dass nur Deine Gedanken, die Grenzen in Deinem Leben sind.

Schaue Dir also an, wo Du zurzeit im Leben stehst. Es ist das Resultat all Deiner Glaubenssätze und Überzeugungen.

Die meisten negative Glaubenssätze fangen oft mit „Ich kann nicht …“ oder „Ich bin nicht …“ an. Das „Ich kann nicht“ oder „Ich bin nicht …“  kommuniziert Deinem Unterbewusstsein, dass Du 1. das gewünschte Resultat nicht erreichen wirst, weil Du es nicht kannst oder bist. Und 2. nicht daran glaubst, das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Ob du denkst du kannst, oder ob Du denkst du kannst nicht, in beiden Fällen wirst du Recht behalten.

Was Glaubenssätze bewirken

Selbstverständlich reicht alleine der Gedanke nicht aus. Du musst überzeugt davon sein und daran glauben. Es ist unsere Entscheidung, ob wir unser Leben mit positiven Glaubenssätzen bereichern wollen oder durch negative Glaubenssätze sabotieren. Viele Gedanken kommen aus dem Unterbewusstsein. Wir Menschen merken nicht mal, wie sehr wie täglich auf Autopilot handeln. Etwa 90% unseres Verhaltens ist unterbewusst. Aus dem Grund nehmen wir unsere Glaubenssätze im Alltag kaum noch wahr. Umso wichtiger, sich dieser bewusst zu werden.

Wir dürfen beginnen unsere Glaubenssätze so zu „programmieren“, dass unser Autopilot für unsere Ziele und für unsere Träume arbeitet. Ist der Autopilot erst einmal richtig eingestellt, werden die Dinge von alleine ins Rollen kommen.  

Stell Dir nur mal vor, wie es wäre, wenn Du jedes Mal bewusst überlegen müsstest, wie das Auto startet oder die Tür abgeschlossen wird. Du wärst nicht fähig zu leben, oder besser gesagt zu überleben…

Eine Automatisierung bildet sich, wenn Du genügend Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt hast.

Du hast zum Beispiel oft genug die Tür abgeschlossen oder den Wagen gestartet, um das jetzt automatisch machen zu können. Wenn Du fest von etwas überzeugt bist, arbeitet Dein Unterbewusstsein auf Autopilot. Es wird immer mehr Referenzpunkte im Leben finden, um ihn zu stärken. Wenn Du anfängst, Dich nur auf positive Dinge zu konzentrieren, dann werden mit der Zeit negativen Dinge aus Deinem Leben herausgefiltert. Wir suchen immer nach einer Bestätigung für unsere Glaubenssätze und wir werden immer welche finde.

So veränderst du Deine Glaubenssätze

(1) Schreibe Dir die nächsten 15 Minuten all Deine Glaubenssätze auf, die Dir gerade einfallen, positive wie negative Glaubenssätze. Für diese Übung konzentrieren wir uns dennoch auf die Negativen, die Dein Leben einschränken.

Selbstverständlich werden 15 Minuten nicht ausreichen, um all Deine Glaubenssätze herauszufinden. Beobachte Dich deshalb auch die nächsten Tage einfach mal selbst.

Welche Glaubenssätze kommen in bestimmten Situationen in Dein Bewusstsein? Schreibe sie sofort auf. Wenn Dir keine Glaubenssätze einfallen, frage Dich: Was haben Deine Eltern und Großeltern immer gesagt? Die Erzieher oder Lehrer? Welche Erfahrungen gab es, die Du nie vergessen wirst?

(2) Stelle Dir zu jedem Glaubenssatz, den Du loslassen willst, die folgenden Fragen:

Was ist an diesem Glaubenssatz so lächerlich?

Wird sich mein Leben verbessern wenn ich weiterhin an diesem Glaubenssatz festhalte?

Was ist der Preis den ich letztendlich zahle, wenn ich an diesem Glaubenssatz weiter festhalte?

Welche Vorteile hätte es wenn ich diesen Glaubenssatz loslassen würde?

Wie fühlt es sich an, wenn ich mich von diesem Glaubenssatz befreie?

(3) Formuliere dann einen neuen Glaubenssatz, der Dein Leben bereichert. Der Dich dabei unterstützt, Deine Ziele und Träume zu verwirklichen. Deine „neuen“ Glaubenssätze schreibst Du natürlich auch schriftlich auf. Die alten Glaubenssätze kannst Du ganz fix entsorgen. Lies Dir mehrmals täglich die neuen positiven Glaubenssätze laut vor. Am besten vor einem Spiegel. Wenn Du Dir den Glaubenssatz laut vorliest, ist es sehr wichtig, zu visualisieren. Wenn Dein Glaubenssatz ist: „Ich glaube an mich selbst und kann alle Ziele erreichen, die ich mir setze“… Dann stelle Dir vor Deinem geistigen Auge vor, wie Du Deine Ziele erreichst und wie Du Dich beim Erreichen Deiner Ziele FÜHLST. Denn bei der Visualisierung passiert sehr viel im Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein kann nicht zwischen einer realen Situation und einer Vorstellung in Deinem Kopf unterscheiden. Es erlebt die Situation als echt. Wenn Du das oft genug wiederholst und mit starken Emotionen verbindest, dann wirst Du nach einiger Zeit Dein Unterbewusstsein umprogrammieren.

(4) Arbeite mehrmals täglich mit Deinen neuen positiven Glaubenssätzen. Hier ist Deine Ausdauer und Deine Disziplin gefragt. Von dreimal in 2 Wochen Dir Deine Glaubenssätze vorzulesen, ohne sie anzufangen zu fühlen oder es zu visualisieren, passiert rein gar nichts. Die erfolgreichsten Sportler haben in Gedanken über 1000-mal den Pokal in den Händen gehalten. 1000-mal haben sie sich vorgestellt, wie Sie als Erster in die Ziellinie laufen. Genau das musst auch Du machen, wenn Du Deine Glaubenssätze verändern willst. Erzeugst Du starke Gefühle mit dem Glaubenssatz, wird der Effekt wird noch stärker sein. Probiere Dich einfach mal aus. 4 Wochen mindestens!